Freies Theater  

Neben dem Studium habe ich einige Theaterstücke und Varietés beleuchtet. Und gelegentlich auch den Ton gemischt.
 

Thalatta!Theater

Das Thalatta!Theater spielte im Herbst 2001 das Stück "Krankheit der Jugend" von Ferdinand Bruckner. In diesem Stück geht es um die Probleme Jugendlicher auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Sechs junge Leute versuchen ihre Träume zu retten, indem sie sich gegenseitig manipulieren. Haben sie einander aber die Schutzmechanismen "geknackt", sind sie nicht mehr lebensfähig. Dieser 1926 in und für Berlin geschriebene psychologische Reisser zeigt provozierend kühl eine Gesellschaft von Egoisten am Werk, die uns schauerlich vertraut vorkommen könnte.
Die Inszenierung von Britta Janke und Anna-Therese Schmidt arbeitet vor allem die Charaktere und Beziehungen der Personen untereinander heraus. Das Ergebnis ist eine zeitlose Studie von Macht und Liebe mit einem tragischen Ende.
Gespielt wird auf einer Einheitsbühne: eine transparente Bar, zwei Barhocker. Ein "öffentlicher Raum", der alles sein könnte: Das Gemeinschaftszimmer einer WG oder der Jugendclub um die Ecke.
Real erscheinende Szenen, in denen die Handlung fortschreitet, wechselten sich mit bewusst verfremdeten Szenen, in denen Beziehungen, Gedanken oder Gefühle dargestellt wurden, ab.

Diese Wechsel sind mit in das Beleuchtungskonzept eingeflossen, um die Unterschiede deutlicher zu machen und die Stimmungen der irrealen Szenen zu verstärken.

Marie und Desiree    Desiree versucht, Marie an sich zu binden
Das Thalatta!Theater habe ich ins rechte Licht gesetzt. Premiere: 1.12.2001 in der Studiobühne Mitte (Berlin); ab 24.1.2002 in der Brotfabrik (Weißensee); 1.2.2002 im Rahmen des Neuropolis-Theatertreffens (Berlin)

 

Sophiengala

Die Sophiengala war ein regelmäßig stattfindendes Varieté-Programm. Von Studenten im Rahmen des Theaterwissenschaftlichen Institutes der Humboldt-Universität organisiert, bietet es für junge Künstler ohne eigenes abendfüllendes Programm eine Möglichkeit, sich vor Publikum zu präsentieren. Musik, Theater, Lesungen und auch Kurzfilme wechseln sich zu einem kurzweiligen Programm ab.

Sophia Arnim als Bond
Die Sophiengala versteht sich nur als organisatorischer Rahmen, die Inhalte der Nummern werden davon unabhängig von den einzelnen Künstlern entwickelt.
Hier habe ich drei Jahre lang mal für Licht gesorgt und mal den Ton gemischt.
wo: Studiobühne Mitte (Berlin)

 

 

Höchste Eisenbahn

Friedrich Holländers politische Kabarettrevue "Höchste Eisenbahn" wurde 1932 im Berliner Tingeltangel-Theater uraufgeführt. Durchzogen von einer Zeitstimmung, die '32 überall in Berlin spürbar gewesen sein muss, doch satirisch verarbeitet, war eine Aufführung dann unter Naziherrschaft undenkbar.
Die Szenenfolge ist dabei die eines Nummernprogramms. Gespielt wird zwischen Bahnhöfen und keineren Stationen, wo sich die unterschiedlichsten Menschen treffen, ihre Geschichten erzählen und ihre Meinungen äußern.
Die Inszenierung von Ariane Wendland und Maike Schaafberg versteht sich als Rekonstruktion des lange verschollenen Stückes.

Die drei Strohwitwen

Premiere: 6.7.2002 in der Studiobühne Mitte(Berlin)